01.11.2017

5 Jobs, die Du nicht bei Daimler erwartet hättest

Bei Daimler sitzen nur Ingenieure und Manager? Weit gefehlt! Der Automobilkonzern bietet ein überraschend breites Feld an spannenden Berufen. Wir haben hier ein paar für Dich zusammengestellt.

Dieser Artikel wurde im Auftrag und mit Unterstützung der Daimler AG verfasst.

1. Softwareentwickler für Virtual Reality & Augmented Reality

Alle Fotos: Daimler AG

Was früher nur in der Entwicklung von Computerspielen möglich war, ist heute auch in globalen Konzernen wie Daimler gefragt. Daniel Pohlandt ist 29 Jahre alt und nach seinem Master als Softwareentwickler im August 2017 über einen IT-Recruiting-Day bei Daimler eingestiegen.

 

Wenn seine Finger über die Tastatur hüpfen, kreiert Pohlandt künstliche 3D-Umgebungen und AR-Welten aus dem Nichts. Seit diesem Jahr arbeitet er als Softwareentwickler bei Daimler. Eine Aufgabe, die für ihn sowohl Beruf, als auch Hobby ist: „Kurz zusammengefasst verstehen wir hier unter VR eine künstliche 3D-Umgebung, die vom Computer durch eine VR-Brille generiert wird. Es wirkt, als ob man tatsächlich in dieser Umgebung stehen würde. Unter AR verstehen wir eine ‚erweiterte Realität’ – beim Blick durch die Brille wird ein Bild der echten Welt mit digitalen Informationen, Objekten und Daten überlagert, die in Wirklichkeit nicht existieren.“

Virtual Reality kommt bei Daimler vielfältig zum Einsatz: Zum Beispiel beim Design, der Produktionsplanung, wenn ein neues Werk gebaut wird, oder in der Fahrzeugentwicklung, wenn es um die Bedienfreundlichkeit für den Fahrer im Interieur geht. Augmented Reality wird dafür im nächsten Schritt, der Produktion, verwendet. Dort können Mitarbeiter mit AR-Brillen die Bauweise von Prototypen überprüfen oder am Fließband angezeigt bekommen, in welchen Schritten eine Bremsscheibe montiert werden muss.

„Es ist toll zu sehen, wie viel Potenzial in dem Projekt steckt: Es gibt sehr viele Studenten, die richtig gute Startup-Ideen haben. Daimler unterstützt sie dabei, dass sie diese weiterentwickeln können“

Einen Großteil seiner Arbeitszeit verbringt Pohlandt aktuell in der „Arena2036“ (Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles), einem Forschungscampus, auf dem zusammen mit Startups, Universitäten und Wirtschaftspartnern an der Zukunft des Autos geforscht und gebaut wird. „Die Arbeit in der Arena2036 ist richtig cool und bricht mit allen Vorstellungen eines starren Büroalltags bei einem großen Konzern. Wir haben einen großen Gestaltungsfreiraum, sehr viel Spaß, Gelegenheit eigene Ideen einzubringen und mit anderen Leuten auszutauschen“

2. Ideation Expert im Lab1886

Foto: Daimler AG

„Ich habe mich schon immer für Zukunftsthemen und Trends interessiert.“, erzählt Katarina Belec. „Hier habe ich die Möglichkeit, mich professionell mit ihnen auseinander zu setzen.“ Die 35-Jährige ist Ideation Expert im Lab1886 von Daimler. Das Lab1886 ist dabei der Inkubator, das heißt der Brutkasten für die Ideen der gesamten Daimler AG. „Als Lab1886 sind wir in der Lage, den kompletten Innovationsprozess end-to-end abzubilden – von der Identifizierung über die Inkubation bis hin zur Kommerzialisierung. Sprich, Ideen zu generieren und diese schnell in neue, tragfähige Geschäftsmodelle und idealerweise eigene Ventures zu transformieren. Mein Job ist es, neue Impulse zu erkennen und zu bewerten, skizziert Belec ihre Arbeit. Nach ihrem Master in „International Business Development“ ist sie 2010 über das internationale Trainee-Programm bei Daimler eingestiegen.

Heute arbeitet die 35-Jährige mit ihrem Team an Fragen, die die Zukunft Daimlers bestimmen werden. Wie werden sich Mobilitätsbedürfnisse verändern? Welchen Stellenwert wird Konnektivität bekommen?  Wie schnell wird sich autonomes Fahren entwickeln? Um diese Fragen zu beantworten, durchleuchten sie und ihr Team den Markt nach neuen Startups und Technologien. Zudem werten sie Trendstudien aus, kooperieren mit Universitäten und entwickeln Konzepte und Ideen für das Unternehmen. Wenn diese weit genug entwickelt sind, landen sie im internen „Shark Tank“.  Ähnlich wie in der gleichnamigen amerikanischen Fernsehshow, entscheiden hier interne und externe Experten über das Potential einer Idee. Besteht sie diesen Prozess, wird sie kontinuierlich im Lab1886 bis zu einem funktionierenden Prototyp und, im besten Fall, zu einem echten Produkt weiterentwickelt, welches schließlich in den Markt eingeführt wird. Zu den bekanntesten Produkten zählen beispielsweise car2go, mytaxi oder moovel, die alle im Lab1886 ihren Anfang nahmen.

„Impulse zu einer Idee und Vision, zu einem ausgearbeiteten Geschäftsmodell bis hin zu einem marktreifen Produkt heranwachsen zu lassen–sprich über den gesamten Prozess zu begleiten—das ist wahnsinnig spannend und macht großen Spaß.“

Vernetzung im Unternehmen ist dabei der Schlüssel zum Erfolg: „Zusammenarbeit ist ein großer Faktor bei uns und sehr wichtig. Wir arbeiten querbeet mit allen Fachbereichen und Geschäftsfeldern, wir sind keinen Einschränkungen unterworfen.“ Für Belec fühlt sich die Arbeit im Lab1886 durch die flachen Hierarchien wie in einem Startup an. „Wir probieren regelmäßig neue Methoden aus und arbeiten konstruktiv an Ideen und Vorschlägen, egal wie verrückt diese am Anfang klingen. Und wenn mal etwas nicht funktioniert oder nicht ankommt, ist das nicht schlimm. Wir lernen gemeinsam daraus und machen es beim nächsten Mal einfach besser.“

3. User Interaction Expert

Foto: Daimler AG

Wie können Mensch und Maschine miteinander kommunizieren? Eine Frage, die seit Jahrzehnten die Automobilindustrie beschäftigt, denn schon lange arbeiten Roboter und Mitarbeiter in der Produktion zusammen. Mit dem Fortschritt der Technik bestehen Autos nicht mehr nur aus einem Lenkrad, Schaltung und Pedalen, sondern auch aus Bildschirmen und Computern. Wie muss ein Auto also aufgebaut sein, damit ein Fahrer dieses problemlos und auch in Stresssituationen schnell bedienen kann? An dieser Stelle kommt die 30-jährige Maxi Vogel ins Spiel. Dabei hat sie ursprünglich nichts mit Technologie am Hut gehabt, sondern anfangs klassische Psychologie studiert. Erst in ihrem Master in „Human Factors“ hat sie erste Einblicke in Ingenieurswissenschaften und Informatik erhalten.

„Technik und Psychologie klingen im ersten Moment wie ein Widerspruch, aber man kann es sich so vorstellen: Ich kann mein Wissen über das Erleben und Verhalten des Menschen bei der Entwicklung von technischen Systemen anwenden”, beschreibt die 30-Jährige ihre Arbeit. Konkret bedeutet es, Fragen zu beantworten wie: Wo müssen wichtige Informationen wie Warnsignale im Fahrzeug angezeigt werden? Wie muss ein Fahrzeug hinsichtlich Bedienelementen und Displays aufgebaut sein? Auf was muss man bei der Bedienung von einem Radio im Auto achten?

„Ich habe nach einem Beruf gesucht, bei dem ich mir vorstellen kann, ihn mein ganzes Leben zu machen, ohne je Langeweile zu bekommen. Und den habe ich definitiv gefunden.

Die Antworten findet Vogel zusammen mit ihrem vielfältigen Team aus Menschen mit den unterschiedlichsten Ausrichtungen - von Maschinenbau über Medieninformatik bis zu Produktgestaltung. Ein Team, welches die Entwicklung neuer Automodelle vom Konzept bis zur Endfertigung begleitet und die komplette Interaktion Mensch und Fahrzeug verantwortet.

4. Digital Strategist im Digital Transformation Office

Foto: Daimler AG

Digital Transfor... was? Zugegeben, die wenigsten Menschen auf der Straße werden den Begriff der „Digitalen Transformation“ wirklich erklären können, aber Jörg Mäusling ist einer von ihnen. Ursprünglich als dualer Student im Unternehmen gestartet, beschäftigt er sich nun jeden Tag aufs Neue mit der Frage, wie unsere Welt in der Zukunft aussehen wird. Welche Herausforderungen kommen auf das Unternehmen zu? Wie entwickeln sich bestimmte Technologien und was bedeutet das für unseren Konzern? Welche Bedürfnisse werden die Kunden haben? Mit welchen Produkten muss ein Automobilhersteller 2025 auf dem Markt sein?

Natürlich kann niemand die Zukunft voraussagen, aber man kann sie durchaus erahnen, indem man Trends und Entwicklungen verfolgt. Mäusling analysiert deshalb beispielsweise neue Technologien, interne Trendforschung, Studien und andere Tech-Unternehmen und bringt diese Ideen und Impulse in das Unternehmen zurück. Diese Erkenntnisse werden anschließend den internen Fachbereichen zur Verfügung gestellt, damit Strategien erarbeitet werden können, um Daimler als Unternehmen weiterzuentwickeln. Was der 31-Jährige an seinem Job schätzt? Die Abwechslung: „Es gibt total strategische Aspekte, bei denen wir Analysen schreiben und weit in die Zukunft schauen und bei denen wir uns mit innovativen Technologien und Prozessen beschäftigen. Dann wiederum gibt es sehr praktische Projekte, wo wir beispielsweise mit einer Filmagentur bildlich die Zukunft darstellen wollen oder einen Wettbewerb mit Startups vorantreiben.“

5. Manager Workspace Strategy & Concept

Foto: Daimler AG

Als Nelli Löwen ihren neuen Job antrat, war sie sich selbst nicht sicher, was auf sie zukommen wird: „Geht es hier nur um Möbel? Das würden vermutlich viele erst einmal erwarten. Aber natürlich stimmt das nicht!“ Denn Löwen ist zuständig für die Entwicklung und Gestaltung von kompletten und innovativen Arbeitsplatzkonzepten bei Daimler. Und dazu gehört viel mehr als Schreibtisch, Bürostuhl und Kaffeemaschine. „Ein sehr spannendes, aber durchaus hoch emotionales Thema.“, wie sie sagt. Denn viele Mitarbeiter hängen an ihrem bisherigen Arbeitsumfeld und Gewohnheiten, wie zum Beispiel dem persönlichen Schreibtisch.

Aber mit dem Wandel der Arbeitsweisen und Arbeitskultur durch die Digitalisierung geht auch ein Wandel der Arbeitsumgebung einher. In Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wie dem Fraunhofer Institut und externen Beratern arbeitet Löwen mit ihrem Team an einem neuen Arbeitsweltkonzept für Daimler. Natürlich fließen auch Erfahrungen und Ideen aus jungen Unternehmen und Startups mit ein. Dieses Konzept heißt „me@work“ und unterteilt Büroflächen in mehrere Zonen. Das Ziel: für jede Tätigkeit und jeden Mitarbeiter den richtigen Arbeitsbereich zu jeder Zeit. Durch „Marktplätze“ zur Vernetzung, sowie Bereichen für kreatives und innovatives Arbeiten und Rückzugsmöglichkeiten, sollen Mitarbeiter möglichst ideal in ihrer Arbeit unterstützt werden. Die 34-Jährige schätzt es sehr, in ihrem Beruf mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten: „Sich mit Menschen auszutauschen, sie von den positiven Dingen zu überzeugen und mitzunehmen, ist manchmal eine echte Herausforderung, macht aber unglaublich viel Spaß.“

Die Daimler AG ist eines der erfolgreichsten Automobilunternehmen der Welt. Mit den Geschäftsfeldern Mercedes-Benz Cars, Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans, Daimler Buses und Daimler Financial Services gehört der Fahrzeughersteller zu den größten Anbietern von Premium-Pkw und ist der größte weltweit aufgestellte Nutzfahrzeug-Hersteller. Daimler Financial Services bietet Finanzierung, Leasing, Flottenmanagement, Versicherungen, Geldanlagen und Kreditkarten sowie innovative Mobilitätsdienstleistungen an.